Goldstadt Pforzheim

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Hier werden Traditionen gelebt und neue Ideen geboren!

Die Heimat von Juwelier DIEMER befindet sich in Pforzheim, der sogenannten „Goldstadt“ in landschaftlich schöner Lage am Rande des Nordschwarzwalds. Doch wie ist Pforzheim zu seinem Attribut „Goldstadt“ gekommen? Dafür lohnt sich ein Blick zurück in die Stadtgeschichte, die in keiner anderen Stadt Deutschlands so eng mit der Schmuck- und Uhrenindustrie verknüpft ist. 

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Die Anfänge der Goldstadt

Den Grundstein für die Entstehung der Goldstadt legte Markgraf Karl Friedrich von Baden, als er im April des Jahres 1767 dem Franzosen Jean François Autran und seinen Partnern die Erlaubnis zur Errichtung einer Taschenuhrenfabrik erteilte. Noch im selben Jahr gestattete der Markgraf die Erweiterung zur Schmuck- und feinen Stahlwarenfabrik. Mit dem Erwerb dieser Privilegien ging die Verpflichtung einher, dass Jean François Autran und seine Partner jährlich Zöglinge aus dem Waisenhaus handwerklich ausbildeten, damit sie selbst für ihren Lebensunterhalt sorgen konnten.

Ein Jahr später wurde die wohl älteste Berufsschule der Welt gegründet. Die 1768 eröffnete Goldschmiede- und Uhrmacherschule sicherte den Bedarf an ausgebildeten Handwerkern für die Schmuck- und Uhrenindustrie Pforzheims. Diese Institution war und ist die einzige ihrer Art in Deutschland und besteht bis heute. Seit der Gründung werden hier Schmuckbegeisterte ausgebildet, wodurch die Wissensvermittlung an die folgende Generation sichergestellt ist.

Innerhalb weniger Jahre nach der Gründung der Uhren- und Schmuckmanufaktur entstand ein sich gegenseitig bereicherndes Miteinander an Betrieben, Spezialisten und Zulieferern rund um die Herstellung von Schmuckwaren und Uhren. Privatwirtschaftliche Initiativen sorgten für weiteren Zuwachs, sodass Pforzheim den Status der bedeutendsten Fabrikstadt der Markgrafschaft Baden erlangte. Als Verkehrsknotenpunkt der beiden Achsen Prag-Paris und Frankfurt-Ulm belieferte die Goldstadt Pforzheim das nahe und ferne Ausland mit ihrem Schmuck. So erlebte Pforzheim einen raschen Aufschwung und war bereits im 19. Jahrhundert über die Landesgrenzen hinaus bekannt.

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Turbulente Zeiten

Die positive Entwicklung wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts weiter beflügelt. Denn die Flößerei der im Schwarzwald geschlagenen Bäume und die einstmals gut laufende Tuchherstellung kamen zum Erliegen. Die in diesem Sektor tätigen Arbeiter aus den umliegenden Gemeinden wurden so von der florierenden Wirtschaft Pforzheims abhängig und nahmen täglich den Weg in die Stadt auf sich. Durch die zusätzlichen Arbeitskräfte etablierte sich Pforzheim zum deutschen Zentrum der Schmuck- und Uhrenindustrie mit 37.500 Beschäftigten in diesem Sektor. Zur selben Zeit, im Jahr 1913, zählte die Bevölkerung der Goldstadt 75.000 Einwohner.

Aufgrund der beiden Weltkriege brachen turbulentere Zeiten an, die gegen Ende des zweiten Weltkrieges ihren Tiefpunkt erreichten. Durch einen Luftangriff der Alliierten am 23. Februar 1945 wurden innerhalb weniger Minuten große Teile der Stadt vollständig zerstört. Ein Viertel der Bevölkerung und drei Viertel des gesamten Stadtgebiets fielen den Bomben zum Opfer. Davon blieb auch die Schmuckindustrie Pforzheims nicht verschont. Doch nach dem Ende des Krieges gelang den Fabrikanten und Arbeitern mit vereinten Kräften ein rascher Wiederaufbau der Manufakturen. So erblühte die Goldstadt wieder zu ihrem alten Glanz und war bereits 1953 erneuter Hauptlieferant der Welt für Schmuck, Uhren und Silberwaren.

Tradition im Hier und Jetzt

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Trotz des Strukturwandels und der vielen Veränderungen ist die Stadt bis heute Deutschlands Schmuckmetropole Nr. 1 mit weltweitem Bekanntheitsgrad. Rund 80% des aus Deutschland exportierten Schmucks kommt aus Pforzheim, weshalb die Stadt als Zentrum der deutschen Schmuck- und Uhrenindustrie gilt. So überrascht es nicht, dass der Bundesverband Uhren und Schmuck hier seinen Sitz hat. In Pforzheim sind zahlreiche renommierte Manufakturen und industrielle Gewerbe des Schmucksektors ansässig – sie bilden das Herz der Goldstadt. Ergänzt wird dies durch die Goldschmiede- und Uhrmacherschule sowie die Hochschule. Dort werden unter anderem angehende Schmuck-Designer ausgebildet.

Auch für Privatpersonen ist die lange und erfolgreiche Geschichte der Goldstadt durch verschiedene Angebote erlebbar. Im „Schmuckmuseum“ sowie im „Technischen Museum der Pforzheimer Schmuck- und Uhrenindustrie“ können sie komplett in die Welt des Schmucks eintauchen und interessante Einblicke erlangen. Ein weiteres Erlebnis stellt die „Edelsteinausstellung SCHÜTT“ mit angrenzendem Verkauf Pforzheimer Schmuckerzeugnisse dar. In den sogenannten „Schmuckwelten“ befinden sich informative Ausstellungen, Ladenpassagen und Gastronomie vereint unter einem Dach. Zudem kann bei Juwelier DIEMER im Fachgeschäft von der erstklassigen Beratungskompetenz profitiert und wunderschöner Schmuck erworben werden.

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